HERZLICH WILLKOMMEN ...

 

... in der etwas anderen virtuellen Kanzlei.

 

„Jura ist trocken“ – das meinten Sie doch auch bis heute, oder? Jedenfalls scheint es sich hierbei wohl um die landläufige Meinung zu handeln; um so eine Art herrschende Meinung (im Namen...) des Volkes sozusagen.

Als ich neben meinen volks- und betriebswirtschaftlichen Übungen dann auch rechtswissenschaftliche Vorlesungen an der Uni besuchte, hatte ich meine Entscheidung recht schnell getroffen, was wirklich trocken ist; was nüchterne Zahlen-jongliererei, und was das pralle Leben.

Die Beantwortung welcher Frage erscheint Ihnen interessanter: Was ist die Summe aller Sachgüter und Dienstleistungen, Konsum- und Investitionsgüter, die in einer Volkswirtschaft in einem Jahr erstellt werden?
 
Oder die Frage, wann konkret der allgemeine Gleichheitssatz des Artikels 3 I Grundgesetz eine Gleichbehandlung – z.B von Frau und Mann, von Homo und Hetero – gebietet und wann nicht?
 
Handeln Sie wohl eher nach dem wirtschaftlichen Prinzip, Ihre Entscheidungen so zu treffen, dass durch alternative Güter-verwendungen das Ausmaß der Bedürfnisbefriedigung nicht mehr erhöht werden kann?

 

Oder interessiert Sie eher das Spannungsfeld zwischen welt-anschaulich-religiöser Neutralität des Staates einerseits und dessen (einstigem?) Bekenntnis zur Verantwortung vor Gott sowie zur christlich-abendländischen Werteordnung andererseits?
 
Brennt Ihnen die Frage unter den Nägeln, ab dem wievielten Produkt einer Gattung nur noch ein geringerer Zuwachs zum Gesamtnutzen zu erwarten ist, und ob der Gesamtnutzen relativ sinkt, wenn der Grenznutzen der letzten konsumierten Einheit abnimmt? 
 
Oder möchten auch Sie eher der Frage auf den Grund gehen, warum der Staat der wertentscheidenden Grundsatzverpflichtung, Ehe und Familie durch geeignete Maßnahmen zu fördern, nur völlig unzureichend nachkommt (was im übrigen auch deutsche Gerichte immer wieder betonen)?

Sie sehen also:
Jura ist immer konkret, immer eine Materie mitten aus dem Leben.
 
Oft geht es um lebensnahe, ja alltägliche Sachverhalte, deren rechtliche Entscheidung irgendwann am Ende ein juristisches „Glaubensbekenntnis“ erfordert: Mieter- oder Vermieterschutz? Arbeitnehmer- bzw. Verbraucherschutz oder unternehmerische Freiheit? Sanktionierte Persönlichkeitsrechtsverletzung oder freie Meinungsäußerung bzw. Kunstfreiheit? Diebstahl oder straflose Gebrauchsanmaßung? Urkundenfälschung oder straflose schriftliche Lüge?
 
Die feinen aber entscheidenden Unterschiede heraus zu arbeiten und zu einem tragbaren wie Gemeinwohl fördernden bzw. mindestens verträglichen Ergebnis zu führen, ist die Wissenschaft des Rechts.
 
Diesen Prozess im Sinne des Auftraggebers/der Auftraggeberin zu begleiten und zu lenken, ist das Handwerkszeug des Rechtsanwalts/der Rechtsanwältin. Und das ist alles andere als trocken – das können Sie mir glauben...